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2,5 Tage Venedig – Warum, Wie, Was, und Was nicht

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WARUM – Zu allererst sei erklärt wie es zu diesem Trip kam. Vor über einem Jahr habe ich meiner Mum zum Geburtstag einen Shoppingtag mit mir geschenkt. Angedacht war ein Tag shoppen in der Stadt in der sie lebt. Aber schnell meinte sie, dass man Taschen (wir sind beide Taschen-süchtig) am besten in Italien kauft. So weit so gut, allerdings wäre ein Tagesausflug an den Gardasee doch schon recht anstrengend. So wurde schnell aus einem Tag mehrere und aus dem Gardasee Venedig. Ende April war es dann soweit. Samstag Nacht um null Uhr ging es los auf ein 4-tägiges Mutter-Tochter-Abenteuer.

 

I Viele Wege führen nach … Venedig

 

WIE  Für die Anreise stand das Fliegen oder die Anreise per Auto zur Auswahl. Nach einigen Hin und Her haben wir uns für das Auto entschieden, da wir auf der Rückfahrt noch einen Kaffee am Gardasee trinken wollten.

 

Wenn man zeitig genug schaut, kann man „günstige“ Flüge finden. Das günstigste für uns waren 239,00 € pro Person für Hin und Rückflug. Wenn man flexibel ist und nicht an feste Daten gebunden ist, gibt es auch günstigere Flüge.

 

Dann kann man mit dem Wassertaxi (teuerste Variante, ca. 100 EUR) vom Festland fast direkt bis zum Hotel fahren. Oder man geht es etwas langsamer an und nimmt den Wasserbus (AliLaguna, ca. 15 EUR) auf die Insel. Wer es nicht so mit Wasser hat, nutzt auf dem Landweg den normalen Bus (ca. 8 EUR).

 

Wir sind also in der Nacht vom Freitag auf Samstag, reichlich genau 0.00 Uhr losgefahren. Der Versuch vorher noch ein wenig zu schlafen, ist kläglich gescheitert. Auch im Auto war dies zu meinem Erstaunen nicht machbar. War wohl zu aufgeregt. Nach dem Brenner haben wir eine kurze Schlaf- und Frühstückspause eingelegt. Da wir an einem verlängerten Wochenende über den 1.Mai unterwegs waren, dachten wir wirklich das die Autobahnen dicht sind. Aber wir scheinen alles richtig gemacht zu haben. Einzig an den Mautstationen wurde es mal voller.

 

I Apropo Maut

 

Wo wir bei einem weiteren Kostenfaktor sind, den ich im Vorfeld gar nicht so sehr auf dem Schirm hatte. Ab Österrreich ist Maut fällig.

 

Österreich: 8,00 € für 10 Tage

Brenner-Autobahn: 9,50 € pro Fahrt (also zweimal)

Italien (Grenze bis Venedig): 26,50 € pro Fahrt (also auch zweimal)

 

Das macht 80,00 € Maut für Hin- und Rückfahrt. Das ist mal ordentlich.

 

Auch der Verkehr nach Venedig über die Brücke war eher gering. Geparkt haben wir im Venezia Tronchetto Parkhaus. Eine Reservierung ist hier nicht möglich. Die Betreiber sind sich sicher, dass man immer einen Platz bekommt. Was in unserem Fall auch so war. Es gab noch jede Menge Plätze. Und das um 11 Uhr. Bezahlt haben wir von Samstag bis Dienstag 63,00 €, als 21,00 € pro Nacht.

 

Vom Parkhaus sind wir mit dem People Mover (2,50 € pro Fahrt) bis zum Piazzale Roma gefahren. Mit Koffern und Gepäck eine echte Empfehlung.

Dort ist der Einstieg nach Venedig. Dort haben wir uns für 40,00 € ein 3-Tage-Ticket (ACTV – Öffentliche Verkehrsmittel (Wasserbusse und Busse Stadtgebiet Venedig)) gekauft. Dann ging es weiter über die Einstiegsbrücke Ponte della Costituzione nach Venedig rein. Am Brückeneingang gibt es mittlerweile auch verstärkt Polizei- oder sogar Armeepräsenz. Dann ging es 1,2 km mit Sack und Pack (natürlich hatten wir zu viel eingepackt) und gefühlten 30° Grad zum Hotel.

 

Dort angekommen (Hotel Alloggi Sardegna) wurde wir von einer netten, nur italienisch sprechenden kleinen Dame begrüßt. Unser Zimmer lag im Erdgeschoss und war, sagen wir mal übersichtlich. Aber süß und fast neu. Tolle Tapeten, tolle Decke, sauberes und funktionales Bad. Die Betten waren zwar schmal (80 cm) aber bequem. Mit dem Fernsehen konnte man seine Italienisch-Künste vorantreiben. Aber hey, wo sonst sieht man die „Die Nanny“ auf italienisch. Und der Preis von 110,00 € für ein Doppelzimmer mit Frühstück war für uns für das Datum vollkommen in Ordnung.

 

Nach einer kleinen Dusche und trockenen Sachen haben wir uns ins Getümmel gewagt, denn im Gegensatz zu den Strassen auf der Fahrt waren diese Strassen voll. So richtig voll. An unserem ersten Tag haben wir versucht ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Wie man sich orientiert und dort hin kommt, wo man möchte. Auch haben wir uns die Stadt vom Wasser aus angeschaut und uns Abends dann etwas zum essen gesucht. Gegen halb elf sind wir in die Betten gefallen und ich musste feststellen, dass ich mit Ende dreißig noch vierzig Stunden durchhalte.

 

I Pläne…. können geändert werden

 

Am Sonntag sind wir nach einem übersichtlichen Frühstück (der Kaffee war gut) recht früh (8.30 Uhr) zum Markusplatz um den Dogen Palast (20 € Eintritt) zu besichtigen. Die Schlange war übersichtlich. Zeitiges Erscheinen oder online buchen macht sich bezahlt. Hier waren wir fast zwei Stunden. Danach wollten wir eigentlich noch auf den Markusturm, aber die Schlange war uns dann doch zu lang.

 

Somit entschieden wir uns spontan jetzt schon nach Burano und Murano zu fahren. Fälschlicherweise nahmen wir an, dass es dort nicht so voll ist. Falsch gedacht. Ach ja, die Wasserbusse waren an dem Wochenende notorisch überfüllt, umfallen ging nicht.

 

Also erstes besuchten wir Burano. Was für eine tolle, bunte Insel. Kleine Gassen, süße Plätze, tolle Häuser und Brücken. Hier komm ich gern nochmal wieder, allerdings bitte das nächste Mal ohne diese Menschenmassen. Der Magen grummelte dann auch langsam und die Suche nach Essen begann, was bei diesen Menschenmassen nicht einfach war. Die wollten ja auch alle essen. Irgendwann ergatterten wir zwei Sitzplätze und hatten dann leckere Spaghetti aglio, olio e peperoncino.

Danach machten wir uns auf den den Weg nach Murano. Erwähnte ich schon das dort sehr viele Menschen waren? Murano ist nicht mein Fall gewesen. Es ist größer und nicht so bunt wie Burano und wirkt somit auch nicht so gemütlich. Am besten haben mir was das Glas angeht vor allem die Gläser gefallen. Da habe ich kurz überlegt ob ich etwas mitnehme. Aber ich hatte dann Angst sie bei den Massen nicht heil nach Hause zu bekommen, also blieb es bei Ohrringen.

Auf der Rückfahrt wollten wir eigentlich noch auf dem Friedhof San Michele aussteigen, aber das Boot hat nicht angehalten. Abends gab es diesmal leckere Pizza.

Am Montag haben wir frühs die Rialto-Brücke besucht, nachdem wir schon gefühlt 100-mal dran vorbei gelaufen waren. Dann ging es ab zum Markus-Dom. 9.30 Uhr erwartete uns dort die längste Schlange die ich je in meinem Leben gesehen haben. Also wieder Planänderung und ab auf den Markusturm, die Schlange war noch übersichtlich. Letztlich standen wir 1,5 h dort an.

Die Schlange am Markus-Dom war danach leider immer noch nicht kürzer, also sind wir wieder aufs Boot und auf den Lido de Venezia gefahren.

Der Lido ist das totale Gegenteil von Venedig. Es ist luftig, grün mit Palmen und es war leer. Und es gibt Autos und Busse. Und ich konnte endlich in mein geliebtes Wasser. Das Badezeug hatte ich leider nicht mit, da ich dachte Anfang Mai ist es noch zu kalt, aber es wäre gegangen. Also war ich nur mit den Beinen drin und logisch war die Hose danach trotzdem nass. Der Lido ist wie Urlaub im Süden, Entspannung pur. Ich wollte eigentlich gar nicht wieder zurück. Auf dem Lido haben wir dann auch das leckerste Eis „ever“ gegessen. Ein Foto hab ich leider nicht, wir waren mit genießen und „oh mein Gott“-Ausrufen beschäftigt.

Irgendwann mussten wir dann doch zurück da wir ja noch in den Dom wollten. Diesmal war die Schlange auch ein wenig kürzer und es ging auch verhältnismäßig schnell. Der Dom ist sehr beeindruckend. Viel Gold und Prunk und auch wieder eine fantastische Sicht über den Markusplatz.

Da der Markusdom um fünf Uhr geschlossen hat, sind wir danach noch ein wenig durch die Stadt geschlendert, haben ein wenig geshopt (ihr erinnert euch – Taschensüchtig und so) und haben die Stimmung genossen bis wir wieder in einer kleinen Osteria eingekehrt sind und den Abend genossen haben.

Am nächsten Morgen sind wir zeitig aufgestanden, immerhin hatten wir eine lange Fahrt vor uns und wollten noch einen Abstecher an den Gardasee machen. Das hier alles anders kam als ich es erwartete erzähl ich euch ein anderes Mal. Denn auch hier gilt: „Pläne… können geändert werden“.

 

Bildnachweis: Titelbild: (c)Sarah_Loetscher / pixabay.com / Restliche Bilder privat


Kommentare: 3
  • #3

    Mister Matthew (Sonntag, 18 November 2018 22:52)

    Vielen lieben Dank! :) London ist immer eine Reise werd. Ich mag die Stadt am liebsten im September oder Oktober! :)
    Wenn du nach London reist, dann gerne darüber auf dem Blog berichten.

    Modische Grüße,

    Mister Matthew
    https://www.mister-matthew.de

  • #2

    smalltowndreamings (Donnerstag, 15 November 2018 07:53)

    Vielen lieben Dank Mister Matthew, Venedig ist ein tolle Stadt. Nach London will ich auch seit Jahren. Wann ist denn die beste Zeit um die Stadt zu besuchen? Deine Seite ist übrigens mega.
    LG aus Smalltown

  • #1

    Mister Matthew (Mittwoch, 14 November 2018 22:10)

    Wow! Das ist ein ganz toller und vor allem ausführlicher Beitrag! Ich liebe, liebe, liebe Venedig einfach total. Schönste Stadt überhaupt. Nach London :P

    modische Grüße vom Blogger-Kollegen,

    Mister Matthew
    https://www.mister-matthew.de