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2,5 Tage Venedig – Tipps und Tricks und Dont´s

| ÜBERNACHTUNG

Oft hört man, Venedig sei teuer. Wenn man allerdings nicht gerade in der Hochsaison, Feiertage oder zu Karneval reist, findet sich eigentlich für jeden Geldbeutel etwas. Von den Sommermonaten würde ich eh abraten, viele Menschen bei warmen, kuscheligen Temperaturen muss ich nicht wirklich haben. Man muss halt ein wenig in den entsprechenden Buchungsportalen suchen und ruhig auch mal die Preise auf den Hotel-Websites vergleichen. Wir haben bspw. 55,00 € pro Person und Nacht bezahlt.

Alternativ könnte man auch auf dem Festland, bspw. in Mestre nächtigen. Allerdings muss man dann morgens erst auf die Insel und Abends zurück und kann nur schlecht das veneziansche Dolce Vita in den Abendstunden genießen.

 

| VON A NACH B

Venedig sollte man unbedingt auch vom Wasser aus besichtigen. Um den Anreisetag gemütlich ausklingen zu lassen und um sich vielleicht auch einen Überblick zu verschaffen, empfiehlt es sich mit der Vaporetto-Linie 1 einmal kreuz und quer durch Venedig zu fahren. Der Wasserbus hält an jeder der zahlreichen Haltestellen wo man ein- und aussteigen kann.

Wenn man einige Tage in Venedig ist und auch gern auf dem Wasser unterwegs ist um von A nach B zu kommen, bietet sich ein Touristenticket (1/2/3/7 Tage – 20€ / 30 € / 40 € / 60 €) an. Damit kann man beliebig oft während der Gültigkeitsdauer Vaporetto fahren. Ein Einzelticket kostet für Touristen immerhin stolze 7,50 € (75 Minuten in eine Richtung gültig, unabhängig von der Streckenlänge).

Sehenswürdigkeiten – Der frühe Vogel und so weiter

 

Normalerweise kann mich der frühe Vogel mal, aber in Venedig lohnt sich frühes Aufstehen, da man so die Touristenmassen umgehen und die Sehenswürdigkeit meist in Ruhe genießen kann.

Manche Dinge kann man auch auf die Abendstunden verlegen, wenn die Touristen die Insel wieder verlassen haben. Hier lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten. Der Dogenpalast hat bspw. von 8.30 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. In der Zwischenzeit kann man auch auf die kleineren Inseln wie Murano (Glasbläserkunst), Burano (bunte Häuser), San Michele (Friedhofsinsel) oder den Lido fahren.

 

| ESSEN UND TRINKEN

Auf das Essen und Trinken habe ich mich wochenlang gefreut aber auch hier kann man in einige Touristenfallen tappen. Grundsätzlich gibt es drei Tipps:

A. Meide Lokale im unmittelbaren Umfeld der touristischen Highlights! – Vor allem in den Cafés direkt am Markusplatz zahlt man einen großen Aufpreis (Musikpauschale) und zwar für die hauseigene Musikkapelle. Dementsprechend gab es dort auch sehr viele freie Plätze. Oft gibt es kleine, nette Restaurants in den kleinen Seitenstrassen oder in einem versteckten Hinterhof.

 

B. Meide Lokale, vor denen ein Kellner steht, der dich direkt anspricht und zu einem Besuch des Lokals überreden will! Es ist natürlich alles frisch und günstig und das Beste am Platz, NICHT! Einmal gemacht weil alles andere voll war und erwartungsgemäß war es nicht der Brüller.

 

C. Meide Lokale, die mit einem Touristenmenü (menù turistico) werben oder Lokale die mit ausgehangenen Speisekarten mit bunten Bildchen der angebotenen Gerichte werben! Ich gucke lieber auf die Teller der Gäste und entscheide dann.

Außerdem ist es ist in vielen italienischen Restaurants üblich zusätzliche Gebühren für das Gedeck oder als Trinkgeld zu zahlen. Diese sind meist kleingedruckt (und ich meine wirklich klein) auf der Karte zu finden. Vorsicht ist geboten bei Restaurants die keine Angaben zu diesen Gebühren machen oder bei Gericht-Empfehlungen, welche nicht auf der Karte stehen.

 

Und kleiner Tipp zum Schluss: Bloß keine Tauben in Venedig füttern, denn das ist unter Strafe verboten!

 

Bildnachweis: (c) ID 12019 / pixabay.com

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