· 

Haare mit Roggenmehl waschen - Warum nicht schon früher?

WERBUNG / wegen Markennennung

 

Durch meinen Sohn, der sich aufgrund der schmelzenden Eisberge und Gletscher stark  für den Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessiert, beschäftigen wir uns auch in der Familie immer mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag.

 

Und da ich seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Shampoo bin, bei dem ich meine Haare nicht alle zwei Tage waschen muss,  bin ich auf etwas gestoßen, wo ich auf jegliche Chemie und auch Plastik verzichte. Aber erstmal zu den Shampoos die ich dieses Jahr getestet habe. 

Auf der Suche nach einem passenden Shampoo

1. ISANA MED Totes Meer Shampoo

Dieses Shampoo habe ich gekauft, da ich Produkte aus dem Toten Meer schon in anderen Bereichen getestet habe und dort nicht enttäuscht wurde. Es hat einen Juckreizlindernden Wirkstoffkomplex, einen hautneutralen pH-Wert von 5,5 und ist silikon- und seifenfrei.

 

ERGEBNIS: Sowohl die  Haare als auch meine Kopfhaut fühlten sich nach der Haarwäsche sehr sauber und frisch an. Leider hielt der Effekt nicht so lange und musste ich meine Haare nach zwei Tagen wieder waschen.

 

2. Garnier Fructis PURE NON STOP CUCUMBER FRESH Shampoo

Es soll die Haare mit Gurkenwasser und Zitrusschalen reinigen und erfrischen und für langanhaltende Frische und Leichtigkeit sorgen. Es verzichtet dabei auf Silikone und Parabene.

 

ERGEBNIS: Die Haare fühlten sich nach der Haarwäsche sauber und frisch an. Leider war auch hier nach zwei Tagen eine Haarwäsche nötig. 

 

3. L´OREAL PARIS ELVITAL Tonerde Absolue mit 3 Tonerdesorten

Es verspricht einen frischen, luftig reinen Ansatz mit Feuchtigkeit bis in die Spitzen und lebendig schwungvolles Haar. Auch dieses Shampoo verzichtet auf Silikone.

  

ERGEBNIS: Das Shampoo hat mich von allen drei am meisten enttäuscht. Es beschwert meine Haare und sie sind noch schneller fettig geworden, als sie es eh schon werden.

 

Leider konnte mich keines der drei Shampoos überzeugen und ich suchte nun nach Alternativen, da ich immer das Gefühl hatte, dass die Shampoos meine Haare zusätzlich beschweren und somit eher fettiger  wurden.

Ein Lebensmittel als Shampoo-Alternative

Bei meiner erneuten Suche bin ich auf das ROGGENMEHL-SHAMPOO gestoßen. Der Gedanke sich mit einem Lebensmittel die Haare zu waschen, erschien mir anfangs komisch. Aber nach genauerer Betrachtung hat man dies früher sicherlich auch getan, da man da noch nicht über die ganze Chemie verfügte, die es heute gibt.

So funktioniert es!

Also habe ich mir eine Packung Roggenvollkornmehl gekauft und einen schönen Brei aus  300 ml warmes Wasser + 5 EL Roggenmehl angerührt. Den Brei habe ich dann  1-2 Stunden stehen gelassen, damit die Bestandteile aufweichen und sich verbinden können. Roggenmehl eignet sich wegen des geringen Glutenanteils sehr gut. Weizen- oder Dinkelmehl ist hingegen nicht geeignet, da hier Verklebungsgefahr besteht.

Dann habe ich meine Haare normal nass gemacht und dann den Brei auf meine Kopfhaut  verteilt und den Rest in meine Längen eingearbeitet. Ich habe das Ganze 5-10 Minuten einwirken lassen. Jetzt kommt fast der wichtigste Teil. Gründlich auswaschen. Das dauert ein wenig länger als mit normalen Shampoo, da es viele kleine Krümel gibt.

 

Im nassen Zustand war ich Anfangs noch nicht überzeugt, da sich meine Haare zuerst nicht sauber anfühlten. Doch je trockener sie wurden desto sauberer und fülliger fühlten sie sich an. Ich hatte wirklich keine hohen Erwartungen umso überraschter war ich über das Ergebnis.

 

Meine Haare fühlten sich sauber an. Meine  Locken kamen wieder besser zur Geltung und ich hatte sogar Volumen in den Ansätzen.  

Warum funktioniert es?

Die Stärke im Roggenmehl dient als ein milder Emulgator, der in der Lage ist Wasser mit Fett verbindet. So wird überschüssiger Talg und Schmutz aus dem Haar entfernt. Weiterhin enthält Roggenmehl viele wertvolle Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die das Haar pflegen. Der Vitamin-B5-Gehalt (auch bekannt als Panthenol) ist im Roggenmehl sehr hoch – so wird die Balance der Kopfhaut wiederhergestellt und Schuppen, Juckreiz oder Rötungen, die bei industriellen Shampoos entstehen können, bleiben mit Roggenmehl aus. Und da in dem Naturprodukt jegliche austrocknenden Tenside fehlen, die die Haare beim Waschen entfetten, fetten diese auch nicht mehr so schnell nach.

Pimp my Shampoo

Wenn man möchte, kann man das Shampoo auch ein wenig aufpimpen, in dem man weitere Zutaten hinzu gibt. Zum Beispiel:

 

1 EL Honig (pflegend)

1 TL Kokosöl (extra Pflege)

1 Eigelb (pflegend, bringt Glanz)

1 EL frischer Zitronensaft (reinigend)

1 EL Essig (pflegend,  aber sehr gründlich auswaschen)

Wer hat auch schon Erfahrung mit dem Roggenmehl-Shampoo gemacht? Seid ihr klar gekommen damit?  Oder ist es garnix für euch? Schreibt mir gern von euren Erfahrungen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0